KNX Control Hub ist ein leistungsfähiges Werkzeug zur frei konfigurierbaren Bedienung und Visualisierung von KNX-Installationen auf iPhone und iPad. Etagen, Räume, Elemente, Szenen, Gruppenadressen und Datenpunkttypen können passend zur vorhandenen Anlage zusammengestellt werden. Damit lassen sich grundsätzlich sämtliche durch den unterstützten DPT-Katalog beschreibbaren Buszustände anzeigen und alle von der App codierbaren Werte senden.
Technischer Umfang: Der aktuelle Katalog umfasst 34 KNX-DPT-Hauptgruppen und 144 implementierte DPT-Untertypen. Damit stehen insgesamt 144 konkret auswählbare, codierbare und decodierbare Datenpunkttypen zur Verfügung. Zum vollständigen DPT-Katalog
Technisch setzt die App keine feste Obergrenze für Etagen, Gebäudeteile, Räume/Bereiche, Elemente oder Datenpunktzuordnungen. Innerhalb des 16-Bit-KNX-Gruppenadressraums können theoretisch bis zu 65.536 eindeutige Gruppenadressen von 0 bis 65.535 verwendet werden; dieselbe Adresse kann bei Bedarf mehreren Elementen oder Funktionen zugeordnet sein. Die kostenlose Version umfasst ein Projekt und bis zu drei steuerbare Elemente. Reine Status- und Messwertanzeigen werden dabei nicht als steuerbare Elemente gezählt. KNX Control Hub Pro hebt die Elementbegrenzung auf und schaltet Projektarchive mit Import und Export frei. Die praktisch sinnvoll nutzbare Projektgröße hängt vom Gerät, dem verfügbaren Speicher, der Zahl gleichzeitig aktualisierter Statuswerte und der Komplexität der Visualisierung ab.
Vorgefertigte Elementtypen vereinfachen typische Aufgaben wie Licht, Beschattung, Heizung, Lüftung, Zugang, Wetter, Energie und Messwerte. Der Expertenmodus erlaubt darüber hinaus freie Kombinationen von Sende- und Empfangsdatenpunkten, eigenen Bezeichnungen, Einheiten, Symbolen und Darstellungen.
Integriertes Support-Center für alle Nutzer: Fragen und Fehlermeldungen können direkt in der App gesendet und beantwortet werden, ohne ein externes E-Mail-Programm zu öffnen. Der Nachrichtenverlauf bleibt in der App sichtbar; optional lassen sich bis zu drei Bilder anhängen. Anfragen werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden beantwortet.
Wichtig: KNX-Schreibtelegramme können reale Gebäudefunktionen auslösen. Verwenden Sie nur Gruppenadressen, Datenpunkttypen und Gateways, für die Sie berechtigt sind. Prüfen Sie sicherheitsrelevante Funktionen zunächst unter kontrollierten Bedingungen.
2.1 Voraussetzungen
iPhone oder iPad im selben erreichbaren IP-Netz wie das KNX/IP-Gateway
aktivierter lokaler Netzwerkzugriff für die App
KNXnet/IP-Gateway oder KNXnet/IP-Interface mit klassischem Tunneling-Zugang
IP-Adresse beziehungsweise Hostname und KNX-Port; Standard ist UDP-Port 3671
Kenntnis der verwendeten Gruppenadressen und DPTs
Ein ausschließlich für KNX IP Secure konfigurierter Zugang wird in der aktuellen Fassung nicht als Secure-Tunnel eingerichtet. Bei Problemen prüfen Sie die Gateway-Konfiguration und die zulässigen Tunneling-Verbindungen.
2.2 Herstellerunabhängigkeit
Entscheidend ist nicht die Marke des Aktors oder Sensors, sondern die standardkonforme KNX-Gruppenkommunikation. Geeignete KNXnet/IP-Gateways und Komponenten können beispielsweise von MDT, Gira, JUNG, ABB, Busch-Jaeger, Hager, Theben, Schneider Electric, Siemens oder Weinzierl stammen. Die Nennung dient nur als Beispiel; es besteht keine wirtschaftliche Verbindung oder Produktfreigabe durch diese Hersteller.
Projekt: Gesamte in der App gespeicherte Konfiguration.
Etage: Oberste räumliche Gliederung, zum Beispiel Erdgeschoss.
Raum/Bereich: Unterteilung einer Etage, zum Beispiel Wohnzimmer oder Außenbereich.
Element: Bedien- oder Anzeigeeinheit, etwa Leuchte, Rollo oder Temperatur.
Datenpunkt: Einzelne KNX-Funktion innerhalb eines Elements.
Gruppenadresse: Ziel oder Quelle eines KNX-Werts, zum Beispiel 1/2/14.
DPT/DPST: Datentyp und Untertyp, der Bedeutung und Codierung eines Werts festlegt.
Senden: Die App schreibt einen Wert auf den Bus.
Empfangen: Die App hört auf einen Status- oder Messwert vom Bus.
Merksatz: Ein Sende-Datenpunkt löst eine Funktion aus. Ein Empfangs-Datenpunkt zeigt die Rückmeldung des KNX-Geräts an. Für eine verlässliche Zustandsanzeige sollten Sie – sofern in ETS vorhanden – beide Objekte zuordnen.
Verbinden Sie das iPhone oder iPad mit einem Netzwerk, das das KNX/IP-Gateway erreichen kann. Öffnen Sie beim ersten Zugriff den iOS-Hinweis zum lokalen Netzwerk mit Erlauben. Halten Sie IP-Adresse oder Hostname, KNX-Port und – falls das Gateway mehrere Tunnel besitzt – einen freien Tunneling-Kanal bereit.
4.2 Gateway einrichten
Öffnen Sie unten den Tab Status. Oben befindet sich die Verbindungskarte.
Tippen Sie auf das Feld für die Gateway-Adresse und tragen Sie die lokale IP-Adresse oder den Hostnamen ein.
Prüfen Sie den Port. Für KNXnet/IP-Tunneling wird normalerweise UDP-Port 3671 verwendet.
Wenn die Adresse nicht bekannt ist, wählen Sie Gateway suchen. Wählen Sie anschließend ein gefundenes Gerät aus.
Tippen Sie auf Verbindung testen. Die App prüft, ob das Ziel erreichbar ist und antwortet.
Tippen Sie auf Verbinden, um den KNXnet/IP-Tunnel aufzubauen. Der Verbindungsstatus muss danach als verbunden erscheinen.
Aktivieren Sie bei Bedarf Automatisch verbinden und wählen Sie Einstellungen speichern. Dieses Gateway wird dann für weitere Starts vorgemerkt.
4.3 Verbindung prüfen
Öffnen Sie den Live-Monitor im selben Tab und lösen Sie testweise einen bekannten KNX-Taster aus. Erscheint das Telegramm, funktioniert der Empfang. Senden Sie anschließend über ein ungefährliches Testelement einen Wert, um die Gegenrichtung zu prüfen.
Wenn keine Verbindung zustande kommt: Prüfen Sie WLAN, IP-Adresse, Port, VLAN- und Router-Freigaben, verfügbare Tunneling-Kanäle sowie die Gateway-Einstellung für KNXnet/IP-Tunneling. Ein aktiver Webzugriff auf das Gateway beweist nicht automatisch, dass der KNX-Tunnel verfügbar ist.
Die sinnvolle Reihenfolge ist immer: zuerst Etagen, danach Räume/Bereiche und anschließend die Elemente. So stehen die Zielorte im Element-Assistenten bereits zur Auswahl.
5.1 Etage erstellen
Öffnen Sie unten den Tab Editor und tippen Sie oben rechts auf +.
Wählen Sie Etage hinzufügen.
Vergeben Sie einen eindeutigen Namen, wählen Sie ein Symbol und optional eine Kachelfarbe.
Speichern Sie. Die Etage erscheint als aufklappbarer Bereich im Editor.
5.2 Raum/Bereich erstellen
Tippen Sie erneut auf + und wählen Sie Raum/Bereich hinzufügen.
Ordnen Sie den Raum der passenden Etage zu.
Wählen Sie Name, Raum-Symbol und optional eine Kachelfarbe.
Speichern Sie. Klappen Sie die Etage auf, um den neuen Raum zu sehen.
5.3 Bearbeiten, kopieren, löschen und sortieren
Tippen Sie rechts am Eintrag auf das Drei-Punkte-Menü, um ihn zu bearbeiten, zu kopieren oder zu löschen.
Beim Kopieren eines Elements wählen Sie Ziel-Etage und Ziel-Raum und vergeben bei Bedarf einen neuen Namen.
Die Reihenfolge kann mit den Sortierfunktionen geändert werden. Wo der Ziehmodus angeboten wird, halten Sie das Element gedrückt und verschieben es; die übrigen Einträge rücken live nach.
Die im Editor festgelegte Reihenfolge gilt auch in der gemischten Raumansicht. Reine Statuswerte werden also nicht automatisch ans Ende verschoben.
Beim Speichern prüft die App Pflichtfelder und Namenskonflikte und nennt konkret, welche Eingabe fehlt oder bereits vorhanden ist.
Öffnen Sie den Editor, tippen Sie auf + und wählen Sie Element hinzufügen. Der Assistent führt in sechs Schritten durch die Einrichtung:
Ort: Etage und Raum/Bereich auswählen.
Elementtyp: zum Beispiel Licht, Dimmer, Rollladen, Thermostat oder eigener Messwert. Abhängig vom Typ erscheinen passende Zusatzoptionen.
Name und Symbol: verständlichen Namen vergeben, eines der vorgeschlagenen Symbole wählen oder über Weitere Symbole die vollständige Auswahl öffnen. Optional kann das Element als Favorit markiert werden.
Funktionen und Datenpunkte: Sendeobjekte, optionale Bedienfunktionen und empfangene Statuswerte auswählen. Gruppenadresse und DPT müssen zu den ETS-Kommunikationsobjekten passen.
Darstellung: Kachelfarbe, Akzent und Anzeigeoptionen festlegen.
Zusammenfassung: Angaben kontrollieren und das Element hinzufügen.
Mit Zurück kann jeder Schritt erneut geöffnet werden. Abbrechen beendet die Einrichtung ohne Speichern. Nicht benötigte optionale Datenpunkte können entfernt werden und bleiben auch bei einer späteren Bearbeitung entfernt.
Bei Messwerten wird zuerst die Messart gewählt, etwa Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO₂, Luftgüte, Helligkeit, Druck, Wind, Leistung oder Energie. Eigener Messwert ermöglicht eine freie Bezeichnung und Einheit.
6.2 Expertenmodus
Im Expertenmodus werden alle Datenpunkte eines Elements direkt bearbeitet. Zu jedem Datenpunkt können unter anderem Richtung, Gruppenadresse, DPT-Hauptgruppe, DPT-Untertyp, Darstellungsart, Invertierung, Zustandstexte, Einheit, Skalierung und Offset angepasst werden. Passt ein gewählter DPT nicht zur Katalogempfehlung, warnt die App; die abweichende Zuordnung kann bewusst trotzdem gespeichert werden. Auch ein vorhandenes Element lässt sich später öffnen und vollständig nachbearbeiten.
Bedienobjekte senden Telegramme. Statuswerte und Messwerte empfangen Telegramme. Ein Element darf mehrere Sende- und Empfangsobjekte kombinieren. Der primäre Anzeigewert bestimmt, welcher Status direkt in der Raumkachel erscheint. Gibt es bewusst kein Empfangsobjekt, zeigt die App den zuletzt selbst gesendeten Wert, ohne dauerhaft auf eine nicht mögliche Busantwort zu warten.
Wichtig bei Heizung und Beschattung: Ordnen Sie nur Kommunikationsobjekte zu, die in Ihrem ETS-Projekt tatsächlich aktiviert sind. Ein Aktor kann beispielsweise nur eine Sollwertverschiebung anbieten, obwohl eine andere Gerätekonfiguration auch einen absoluten Sollwert unterstützen würde.
Die folgenden Zuordnungen sind typische Beispiele. Maßgeblich bleiben immer die DPTs und Kommunikationsobjekte Ihres ETS-Projekts; Gruppenadressen werden deshalb nicht vorgegeben.
Licht, Steckdose und Dimmer
Ein/Aus verwendet gewöhnlich einen 1-Bit-Sendebefehl. Ordnen Sie – falls vorhanden – zusätzlich den 1-Bit-Schaltstatus zu. Beim Dimmer können absolute Helligkeit in Prozent, Helligkeitsstatus und relatives Dimmen ergänzt werden. Die Detailansicht stellt den zum DPT passenden Schalter, Regler oder Werteingang bereit. Ohne Rückmeldeobjekt zeigt die App den zuletzt selbst gesendeten Zustand; mit Rückmeldeobjekt hat der aktuelle Buswert Vorrang.
RGB, RGBW und mehrkanalige Farben
Unterstützt werden kombinierte RGB-/RGBW-Objekte, HSV sowie einzeln adressierte Farbkanäle. Für einzelne Kanäle können Rolle und Reglerfarbe festgelegt werden. Farbrad oder rechteckige Farbauswahl zeigen den gewählten Punkt und eine Live-Farbvorschau. Werte werden erst mit Wert senden übertragen. Ohne zentrales Ein/Aus kann die App zum Ausschalten Nullwerte und zum Einschalten die letzten Farbwerte wiederherstellen.
Rollo, Rollladen, Jalousie und Markise
Ein langer Druck startet die Fahrt, ein kurzer Druck kann Stop/Schritt auslösen. Der separate Stop-/Schritt-Datenpunkt lässt sich mit Gruppenadresse, Wert und DPT bearbeiten; DPT 1.007 ist der Standard, DPT 3.008 wird ebenfalls unterstützt. Jalousien können zusätzlich einen Lamellenwert besitzen. Statuswerte wie Position, Fahrtstatus und Endlagen sind optional.
Heizung und Thermostat
Je nach KNX-Regler sind absoluter Sollwert, Sollwertverschiebung als Schritt, Zählwert oder Temperaturdifferenz, aktueller Sollwert, Isttemperatur, Betriebsart, Heizen/Kühlen und Stellgrad kombinierbar. Die Isttemperatur kann beispielsweise von einem KNX-Glastaster kommen, während der Heizungsaktor nur Sollwertverschiebung und Stellgrad liefert. Wählen Sie im Assistenten genau diese vorhandenen Objekte. In der Kachel können Istwert und ein gewählter zusätzlicher Status – beispielsweise Sollwert oder Stellgrad – kompakt untereinander erscheinen.
Einzelbefehl und Impulsbetrieb
Ein Einzelbefehl sendet bei jedem Tastendruck einen festgelegten Wert, zum Beispiel ein Bit, Prozent, Byte, Zahlenwert, Szene oder Text. Im Impulsbetrieb sendet die App zunächst den festgelegten 1-Bit-Wert und nach der eingestellten Zeit automatisch den Gegenwert. Das eignet sich etwa für Torimpulse oder Reset-Befehle.
Unter Einstellungen → Raum-/Bereichsansicht wählen Sie, wie die Elemente innerhalb eines Raums bedient werden:
Übersicht: Die Elemente zeigen Namen und Statuswerte, jedoch keine direkten Bedientasten. Tippen Sie auf ein Element, um es in der Detailansicht zu bedienen. Die Pfeile führen zur Detailansicht.
Direktbedienung: Bei entsprechend konfigurierten steuerbaren Elementen erscheinen die Bedientasten direkt in der Raumansicht, beispielsweise Auf/Ab, Ein/Aus oder Plus/Minus. Die Detailansicht bleibt weiterhin erreichbar. Reine Status- und Messwertanzeigen benötigen keine Bedientasten.
Diese Auswahl ist unabhängig von der Anordnung: Direktbedienung funktioniert in der Listenanzeige, Kachelansicht und gemischten Ansicht – auf iPhone und iPad. Wenn Werte sichtbar sind, aber Bedientasten fehlen, prüfen Sie zuerst, ob Direktbedienung ausgewählt ist.
Standardeinstellung: Ab dem nächsten App-Update ist beim ersten Start einer Neuinstallation die Direktbedienung voreingestellt. Bereits gespeicherte Einstellungen werden durch ein Update nicht geändert. Die Auswahl wird auf jedem Gerät separat gespeichert; stellen Sie sie bei Bedarf auch auf Ihrem iPad um.
Öffnen Sie Start und wählen Sie eine Etage.
Wählen Sie den gewünschten Raum/Bereich.
Bedienen Sie ein Element direkt über seine sichtbaren Schaltflächen oder tippen Sie auf den übrigen Kachelbereich, um die Detailansicht zu öffnen.
In den Einstellungen stehen Listenanzeige, Kachelansicht und Gemischt zur Verfügung. In der gemischten Ansicht erscheinen steuerbare Elemente als Kacheln und reine Statusanzeigen kompakter; die vom Benutzer festgelegte Reihenfolge bleibt erhalten.
Die Kachelansicht passt die Spaltenzahl an die verfügbare Breite an. Auf iPhone im Querformat und auf iPad werden deshalb mehr Kacheln nebeneinander angezeigt; unvollständige Reihen werden gleichmäßig ausgerichtet. Statuszeilen richten sich an derselben Inhaltsbreite aus. Lange Titel können bei unveränderter Kachelhöhe bis zu drei Zeilen belegen, werden nur zwischen Wörtern umgebrochen und erst danach mit Auslassungspunkten gekürzt.
Kurzer und langer Tastendruck
Einige Elemente können in der Direktbedienung zwei verschiedene Befehle über denselben Richtungsknopf auslösen. Das betrifft insbesondere Rollo, Rollladen, Jalousie und Markise, wenn neben dem Fahrdatenpunkt ein separater Stop-/Schritt-Datenpunkt eingerichtet ist:
Kurzer Tastendruck: sendet den konfigurierten Stop-/Schritt-Befehl. Damit kann eine laufende Fahrt angehalten oder – abhängig vom Aktor – ein Lamellen- beziehungsweise Schrittimpuls ausgelöst werden.
Langer Tastendruck: sendet nach Erreichen der Halteschwelle den Fahrbefehl für die gewählte Richtung. Eine dezente haptische Rückmeldung bestätigt das Auslösen.
Ohne Stop-/Schritt-Datenpunkt: Der kurze Tastendruck sendet keinen Ersatzbefehl; die Fahrt wird ausschließlich durch Gedrückthalten gestartet.
Gewöhnliche Schaltfunktionen wie Licht, Steckdose oder ein einzelner Torimpuls werden weiterhin mit einem normalen kurzen Tippen ausgelöst. Welche Kurz- und Langdruckfunktion verfügbar ist, richtet sich immer nach den im Element eingerichteten Sende-Datenpunkten.
Bedienknöpfe leuchten bei einer ausgelösten kurzen oder langen Betätigung einmal in ihrer jeweiligen Akzentfarbe auf und glimmen anschließend selbstständig weich ab. Die Rückmeldung ist in Listen-, Kachel- und Detailansicht einheitlich und zeigt bewusst nicht die vollständige Fahr- oder Schaltzeit an.
Szenen bündeln mehrere Sendeaktionen und optionale Wartezeiten zu einem Ablauf.
Öffnen Sie Szenen und wählen Sie Szene hinzufügen.
Vergeben Sie einen eindeutigen Szenennamen und bestimmen Sie, ob sie als Favorit erscheinen soll.
Tippen Sie unter Schritt hinzufügen auf Aktion.
Wählen Sie ein Element. Die Auswahl ist alphabetisch sortiert und zeigt Etage und Raum/Bereich klein zur Orientierung an.
Wählen Sie den gewünschten Sende-Datenpunkt. Reine Empfangs- und Statusobjekte werden nicht als Aktion angeboten.
Legen Sie den Wert fest. Die Eingabe passt sich dem DPT an, beispielsweise Ein/Aus, Prozent, 0–255, Zahl, Temperatur, Farbe oder Szene.
Fügen Sie bei Bedarf über Verzögerung eine Wartezeit ein und ergänzen Sie weitere Aktionen.
Prüfen Sie Reihenfolge und Werte, speichern Sie die Szene und testen Sie sie zunächst mit ungefährlichen Verbrauchern.
Eine Aktion kann auch ein Sperrobjekt ansprechen, sofern dieses als sendender Datenpunkt im Element eingerichtet ist. Ein eigener Szenenschritt „Sperrobjekt“ ist daher nicht erforderlich.
Der Statusbereich enthält die Gateway-Verbindung und den Live-Monitor. Öffnen Sie Status, stellen Sie die Verbindung her und lassen Sie den Monitor laufen. Telegramme können pausiert oder aus der sichtbaren Liste entfernt werden.
Richtung: zeigt alle, gesendete oder empfangene Telegramme.
Raum/Bereich: beschränkt die Anzeige auf Gruppenadressen, die Elementen des gewählten Raums zugeordnet sind.
Pause: friert die sichtbare Diagnoseansicht ein.
Leeren: entfernt die aktuell angezeigten Monitor-Einträge, nicht jedoch Ihre Elemente oder Gruppenadressen.
Die KNX-Kommunikation und die Aktualisierung zugeordneter Statuswerte bleiben für die Bedienoberfläche aktiv. Die aufwendige Aufbereitung, Filterung und Animation der Live-Telegrammliste erfolgt jedoch nur, wenn die Statusseite sichtbar ist. Dadurch belastet der Monitor das Scrollen in anderen App-Bereichen nicht unnötig.
Ein Raumfilter berücksichtigt Telegramme, deren Gruppenadresse einem Datenpunkt des gewählten Raumes zugeordnet ist. Dieselbe Gruppenadresse kann deshalb mehreren sichtbaren Elementen zugeordnet sein.
Öffnen Sie Einstellungen. Änderungen an Sprache und Darstellung werden für die App gespeichert.
Raum-/Bereichsansicht: Wählen Sie Übersicht, um Elemente erst in ihrer Detailansicht zu bedienen, oder Direktbedienung, um die Bedientasten bereits in der Raumansicht anzuzeigen. Diese Einstellung gilt für alle drei Anordnungen und wird pro Gerät gespeichert. Eine ausführliche Erklärung einschließlich der Standardeinstellung finden Sie in Kapitel 8: Hauptansicht und Direktbedienung.
Sprache: 18 Sprachen; beim ersten Start wird die Gerätesprache erkannt, Fallback ist Englisch.
Einrichtungsmodus: Assistent für geführte Einrichtung oder Expertenmodus für direkte Datenpunktbearbeitung.
Raum-/Bereichsansicht: bestimmt, wie ein Raum geöffnet und bedient wird.
Anordnung: Liste, Kacheln oder gemischte Ansicht.
Design: Systemdarstellung sowie verfügbare helle, dunkle und farbige Designs.
Haptisches Feedback: dezente Bestätigung bei normalen Bedientasten ein- oder ausschalten; die Einstellung ist standardmäßig aktiv.
Symbole und Farben: werden am jeweiligen Element, Raum oder an der Etage festgelegt.
Unter Hilfe und Support befinden sich das integrierte Support-Center und der Zugang zu KNX Control Hub Pro.
Öffnen Sie in den Einstellungen die Projektverwaltung.
Wählen Sie das vorhandene Projekt oder legen Sie – mit Pro-Freischaltung – ein weiteres an.
Öffnen Sie die Projektbearbeitung, um den Projektnamen zu ändern. Der Name wird einzeilig gespeichert.
Aktivieren Sie das Projekt, mit dem Sie arbeiten möchten. Startansicht, Editor, Szenen und Datenpunkte beziehen sich immer auf das aktive Projekt.
12.2 Export und Import
Mit KNX Control Hub Pro können Projektarchive exportiert und wieder importiert werden. Prüfen Sie nach einem Import zunächst Gateway, Gruppenadressen und DPTs, bevor Sie Schreibbefehle senden. Ein Export kann sensible Gebäude-, Netzwerk- und Adressinformationen enthalten und sollte geschützt aufbewahrt werden.
12.3 Kostenlose Version und Pro
Die kostenlose Version speichert ein Projekt und erlaubt bis zu drei steuerbare Elemente. Beim Versuch, ein viertes steuerbares Element anzulegen, erscheint vor dem Assistenten ein Hinweis mit der Möglichkeit, Pro zu erwerben oder abzubrechen. Status- und reine Messwertanzeigen bleiben von dieser Zählung unberührt. Pro schaltet technisch unbegrenzt viele steuerbare Elemente sowie Projektarchive mit Import und Export frei. Der Kauf ist einmalig; der regionale Preis wird direkt vom App Store geliefert. Bereits erworbene Käufe können in der Kaufansicht wiederhergestellt werden.
Öffnen Sie das Support-Center und tragen Sie die für eine Rückfrage benötigten Angaben sowie Betreff und Nachricht ein.
Fügen Sie optional bis zu drei Bilder mit höchstens 5 MB pro Bild hinzu. Vor dem Senden können die Vorschaubilder geprüft oder wieder entfernt werden.
Entscheiden Sie, ob die angezeigten technischen App- und Geräteinformationen mitgesendet werden sollen.
Tippen Sie auf Senden. Während der Übertragung erscheint eine Fortschrittsanzeige und weitere Eingaben sind kurz gesperrt.
Nach erfolgreicher Übertragung erhalten Sie eine Bestätigung mit eindeutiger Ticketnummer. Der Verlauf erscheint oberhalb des Formulars.
Antworten des Supports werden im Verlauf gespeichert. Wenn Mitteilungen erlaubt sind, kann zusätzlich eine Push-Mitteilung auf die neue Antwort hinweisen und direkt zum Supportbereich führen.
Der Nutzer kann einen eigenen Supportverlauf nach Sicherheitsabfrage aus seiner App entfernen. Der Server kennzeichnet diesen Vorgang für die Bearbeitung; ein neuer Beitrag zu demselben Fall macht das Ticket für den Support wieder sichtbar.
13.2 Häufige Fehler prüfen
Keine Verbindung: WLAN, IP-Adresse, Port, Tunneling-Freigabe und freie Gateway-Kanäle prüfen.
Keine Rückmeldung: Empfangsgruppenadresse, DPT, Kommunikations-/Lese-/Übertragungsflags und Aktorkonfiguration prüfen.
Falscher Wert: DPT-Untertyp, Skalierung, Offset und Invertierung prüfen.
Raumfilter leer: prüfen, ob die Telegrammadresse einem Datenpunkt des Raums/Bereichs zugeordnet ist.
Schreibbefehl ohne Wirkung: Gruppenadresse, DPT, Wert, Aktorobjekt und Busverbindung vergleichen.
Support erreichen Sie direkt über die App oder über die Supportseite. Der Dienst steht allen Nutzern zur Verfügung; eine Pro-Freischaltung ist nicht erforderlich. Antworten erfolgen in der Regel innerhalb von 24 Stunden.
Die folgende Liste entspricht dem aktuell in der App hinterlegten Katalog. „Senden“ ist möglich, wenn der Encoder des jeweiligen DPT verwendet wird; empfangene Werte werden mit dem zugehörigen Decoder interpretiert. Im Expertenmodus können diese Untertypen frei zugeordnet werden.
DPT 1–4 · Bitwerte, Steuerung und Zeichen
DPT
Bedeutung
1.001
Schalten
1.002
Bool
1.003
Freigeben/Sperren
1.004
Rampe
1.005
Alarm
1.006
Binärwert
1.007
Schritt
1.008
Auf/Ab
1.009
Öffnen/Schließen
1.010
Start/Stopp
1.011
Status
1.012
Invertieren
1.013
Dimm-Sendeart
1.014
Eingangsquelle
1.015
Reset
1.016
Bestätigung
1.017
Trigger
1.018
Belegung/Präsenz
1.019
Fenster/Tür
1.021
Logische Funktion
1.022
Szene A/B
1.023
Rollladen-/Jalousiemodus
1.024
Tag/Nacht
1.100
Heizen/Kühlen
2.001
Schalten mit Steuerbit
2.002
Bool mit Steuerbit
2.003
Freigabe mit Steuerbit
3.007
Relatives Dimmen, 4 Bit
3.008
Jalousiesteuerung, 4 Bit
4.001
ASCII-Zeichen
4.002
ISO-8859-1-Zeichen
DPT 5–8 · 1- und 2-Byte-Zahlen
DPT
Bedeutung
5.001
Skalierung 0–100 %
5.003
Winkel
5.004
Prozentwert als U8
5.005
Dezimalfaktor
5.006
Tarif
5.010
Zählimpulse
6.001
Vorzeichenbehafteter Prozentwert
6.010
Vorzeichenbehafteter 8-Bit-Zähler
6.020
Statusmodus 3
7.001
16-Bit-Zähler ohne Vorzeichen
7.002
Zeit in ms
7.003
Zeit in 10 ms
7.004
Zeit in 100 ms
7.005
Zeit in Sekunden
7.006
Zeit in Minuten
7.007
Zeit in Stunden
7.011
Länge in mm
7.013
Helligkeit in lx
7.600
Absolute Farbtemperatur
8.001
16-Bit-Zähler mit Vorzeichen
8.002
Zeitdifferenz in ms
8.003
Zeitdifferenz in 10 ms
8.004
Zeitdifferenz in 100 ms
8.005
Zeitdifferenz in Sekunden
8.006
Zeitdifferenz in Minuten
8.007
Zeitdifferenz in Stunden
8.010
16-Bit-Prozentwert mit Vorzeichen
8.011
Drehwinkel
8.012
Länge in m
DPT 9 · 2-Byte-Gleitkommawerte
DPT
Bedeutung
9.001
Temperatur °C
9.002
Temperaturdifferenz K
9.003
Temperaturgradient K/h
9.004
Beleuchtungsstärke lx
9.005
Windgeschwindigkeit m/s
9.006
Druck Pa
9.007
Luftfeuchtigkeit %
9.008
Luftqualität ppm
9.009
Luftvolumenstrom m³/h
9.010
Zeit s
9.020
Spannung mV
9.021
Strom mA
9.022
Leistungsdichte W/m²
9.024
Leistung kW
9.025
Volumenstrom l/h
9.026
Regenmenge l/m²
9.027
Temperatur °F
9.028
Windgeschwindigkeit km/h
9.029
Absolute Luftfeuchtigkeit g/m³
9.030
Massenkonzentration µg/m³
DPT 10–19 · Zeit, Datum, Zahlen, Text und Szenen
DPT
Bedeutung
10.001
Uhrzeit
11.001
Datum
12.001
32-Bit-Zähler ohne Vorzeichen
12.1200
Flüssigkeitsvolumen in Litern
12.1201
Volumen in m³
13.001
32-Bit-Zähler mit Vorzeichen
13.010
Wirkenergie Wh
13.011
Scheinenergie VAh
13.012
Blindenergie VARh
13.013
Wirkenergie kWh
13.014
Scheinenergie kVAh
13.015
Blindenergie kVARh
13.016
Wirkenergie MWh
14.019
Elektrischer Strom A
14.027
Elektrisches Potential V
14.028
Potentialdifferenz V
14.033
Frequenz Hz
14.056
Leistung W
14.057
Leistungsfaktor
14.058
Druck Pa
14.060
Widerstand Ω
14.065
Geschwindigkeit m/s
14.068
Temperatur °C
14.069
Absolute Temperatur K
14.070
Temperaturdifferenz K
14.076
Volumen m³
14.077
Volumenstrom m³/s
14.080
Scheinleistung
16.000
ASCII-Text, 14 Zeichen
16.001
ISO-8859-1-Text, 14 Zeichen
17.001
Szenennummer 1–64
18.001
Szenensteuerung
19.001
Datum und Uhrzeit
DPT 20–29 · Betriebsarten, Status, Aktionen und Energie
KNX-Kommunikation ist grundsätzlich herstellerübergreifend. Für die App sind die in ETS tatsächlich freigeschalteten Kommunikationsobjekte, Gruppenadressen und Datenpunkttypen maßgeblich – nicht allein der Herstellername. Funktionsumfang, Objektbezeichnungen und verfügbare Rückmeldungen können sich je nach Gerätegeneration, Applikationsprogramm und ETS-Parametrierung unterscheiden.
Keine Werbung oder Herstellerkooperation: Die in diesem Kapitel genannten Hersteller und Produkte dienen ausschließlich dazu, die Einrichtung anhand realer, praxisnaher KNX-Komponenten nachvollziehbar zu zeigen. Die Nennung ist weder als Werbung oder Kaufempfehlung noch als Bevorzugung, Sponsoring oder Zusammenarbeit mit einem Hersteller zu verstehen. Vergleichbare Kommunikationsobjekte anderer Hersteller können in gleicher Weise verwendet werden.
Hinweis: Die folgenden Konfigurationen sind nachvollziehbare Musterbeispiele. Sie stellen weder eine Herstellerfreigabe noch eine verbindliche Elektroplanung, Inbetriebnahmevorgabe oder Zusicherung eines bestimmten Gerätefunktionsumfangs dar. Vergleichen Sie jede Zuordnung mit Ihrem ETS-Projekt und der aktuellen Produktdokumentation. Arbeiten an Netzspannung und KNX-Komponenten gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.
Die Gruppenadressen sind bewusst als Beispiele gewählt. Sie können durch die Adressen Ihres Projekts ersetzt werden. Sendeobjekte steuern eine Funktion; Empfangsobjekte zeigen Rückmeldungen an. Nicht vorhandene optionale Datenpunkte werden im Elementassistenten entfernt.
15.1 Schaltbare Leuchte oder Steckdose · MDT AKK-0416.03
Ziel: Einen einfachen Schaltkanal bedienen und dessen tatsächlichen Zustand anzeigen.
Der MDT Schaltaktor AKK Kompakt ist unter anderem als vierfacher Aktor AKK-0416.03 verfügbar. Das Beispiel funktioniert sinngemäß auch mit anderen KNX-Schaltaktoren.
Funktion in der App
Beispiel-GA
DPT
Richtung
Schalten
1/1/0
1.001
Senden
Schaltstatus
1/1/1
1.001
Empfangen
Verknüpfen Sie in ETS das Schaltobjekt des gewünschten Aktorkanals mit 1/1/0 und – falls parametriert – das Rückmeldeobjekt mit 1/1/1.
Öffnen Sie in der App Editor → Element hinzufügen, wählen Sie den Raum und anschließend Licht oder Steckdose.
Benennen Sie das Element, zum Beispiel „Deckenlicht Büro“ oder „Steckdose Werkbank“.
Tragen Sie bei Schalten die GA 1/1/0 mit DPT 1.001 und bei Schaltstatus die GA 1/1/1 mit DPT 1.001 ein.
Existiert kein separates Rückmeldeobjekt, entfernen Sie den optionalen Schaltstatus. Die App zeigt dann den lokal gesendeten Zustand, aber keine bestätigte Aktorrückmeldung.
Speichern Sie das Element und prüfen Sie Ein, Aus sowie die Rückmeldung im Statusmonitor.
Ziel: Schalten, absolute Helligkeit und optional relatives Dimmen mit Rückmeldungen abbilden.
Funktion in der App
Beispiel-GA
DPT
Richtung
Schalten
1/2/0
1.001
Senden
Helligkeit senden
1/2/1
5.001
Senden
Relativ dimmen
1/2/2
3.007
Senden
Schaltstatus
1/2/3
1.001
Empfangen
Aktuelle Helligkeit
1/2/4
5.001
Empfangen
Aktivieren Sie in ETS für den gewünschten ABB-Dimmkanal mindestens Schalten und absoluten Helligkeitswert. Aktivieren Sie Statusobjekte und relatives Dimmen nur, wenn sie genutzt werden sollen.
Wählen Sie in der App Element hinzufügen → Dimmer und vergeben Sie einen Namen wie „Pendelleuchte Esstisch“.
Ordnen Sie die fünf Datenpunkte gemäß Tabelle zu. Nicht benötigte optionale Datenpunkte können gelöscht werden.
Wählen Sie unter Darstellung den gewünschten primären Anzeigewert, beispielsweise Aktuelle Helligkeit.
Speichern Sie und testen Sie Schalten sowie den Prozentregler. Bei aktiviertem relativem Dimmen prüfen Sie zusätzlich kurze und lange Bedienung.
Ziel: Raumtemperatur, Sollwertbedienung und Stellgrad eines Heizkreises korrekt trennen.
Funktion in der App
Beispiel-GA
DPT
Richtung
Aktuelle Temperatur
2/1/0
9.001
Empfangen
Absoluten Sollwert setzen
2/1/1
9.001
Senden
Aktueller Sollwert
2/1/2
9.001
Empfangen
Stellgröße
2/1/3
5.001
Empfangen
Sollwertverschiebung als Differenz
2/1/4
9.002
Senden
Variante A: Absoluten Sollwert senden
Prüfen Sie in ETS, ob der Regler einen absoluten Sollwert als DPT 9.001 entgegennimmt und einen aktuellen Sollwert zurückmeldet.
Wählen Sie in der App Element hinzufügen → Thermostat und aktivieren Sie im Assistenten Absoluten Sollwert senden.
Tragen Sie 2/1/1 als sendenden Sollwert, 2/1/0 als Ist-Temperatur und 2/1/2 als aktuellen Sollwert ein.
Fügen Sie optional die Stellgröße auf 2/1/3 hinzu. Dieser Prozentwert zeigt die Ventilansteuerung und ist keine Temperatur.
Variante B: Sollwert relativ verschieben
Aktivieren Sie beim TYM646R in ETS die Sollwertverschiebung und wählen Sie in der App Sollwertverschiebung als Differenz.
Ordnen Sie 2/1/4 mit DPT 9.002 zu. Die App sendet die positive oder negative Temperaturdifferenz, beispielsweise +0,5 K oder −0,5 K.
Die in der App verwendete Bedien-Schrittweite muss zur Parametrierung und zum zulässigen Verschiebebereich des Reglers passen. DPT 9.002 überträgt die Differenz selbst; er ist kein 1-Bit-Schrittbefehl.
Falls der Regler einen aktualisierten Sollwert sendet, tragen Sie ihn weiterhin unter Aktueller Sollwert ein. Andernfalls kann die App nur Ist-Temperatur und Stellgröße sicher anzeigen.
Wichtig: Den Stellgrad DPT 5.001 niemals als Solltemperatur eintragen. Er beschreibt typischerweise 0–100 % Ventilöffnung beziehungsweise Reglerausgang.
15.4 Wetterstation als reine Statusanzeige · Theben Meteodata 140 S KNX
Ziel: Mehrere Wetterwerte empfangen, ohne versehentlich Steuertelegramme anzulegen.
Funktion in der App
Beispiel-GA
DPT
Richtung
Außentemperatur
3/1/0
9.001
Empfangen
Windgeschwindigkeit
3/1/1
9.005
Empfangen
Regenstatus
3/1/2
1.001
Empfangen
Helligkeit außen
3/1/3
9.004
Empfangen
Dämmerungsstatus aus Universalkanal (optional)
3/1/4
1.001
Empfangen
Aktivieren Sie in ETS nur die benötigten Mess- und Statusobjekte der Wetterstation und verbinden Sie sie mit den Gruppenadressen Ihres Projekts.
Wählen Sie in der App Element hinzufügen → Wetterstation.
Fügen Sie die gewünschten Empfangsdatenpunkte gemäß Tabelle ein. Abhängig von der ETS-Applikation kann Windgeschwindigkeit beispielsweise auch als DPT 9.028 in km/h bereitstehen; verwenden Sie exakt den DPT des ETS-Objekts.
Ein Dämmerungs- oder Tag-/Nacht-Status ist bei diesem Beispiel kein festes direktes Sensorobjekt. Parametrieren Sie dafür bei Bedarf einen Universalkanal mit Helligkeitsschwelle und übernehmen Sie dessen 1-Bit-Ausgang als eigenen Statuspunkt.
Entfernen Sie nicht verwendete Wetterwerte. Dadurch bleibt die Detailansicht übersichtlich.
Wählen Sie für die gemischte Raumansicht je nach gewünschter Wirkung Listenanzeige oder Kachelanzeige. Es ist kein sendender Datenpunkt erforderlich.
15.5 Rollladen mit separatem Stop-/Schrittobjekt · JUNG 2504 REGHE
Ziel: Auf/Ab, Stop und absolute Position mit echter Rückmeldung bedienen.
Funktion in der App
Beispiel-GA
DPT
Richtung
Fahren auf/ab
4/1/0
1.008
Senden
Stop / Schritt
4/1/1
1.007
Senden
Position setzen
4/1/2
5.001
Senden
Ist-Position
4/1/3
5.001
Empfangen
Fahrtstatus
4/1/4
1.010
Empfangen
Parametrieren Sie in ETS den Jalousieaktorkanal als Rollladen und aktivieren Sie die benötigten Fahr-, Stop- und Positionsobjekte.
Wählen Sie in der App Element hinzufügen → Rollladen.
Tragen Sie 4/1/0 für Fahren und 4/1/1 für den separaten Stop-/Schrittbefehl ein. Aktivieren Sie den Stop-Button.
Ordnen Sie bei vorhandener absoluter Position 4/1/2 zum Senden und 4/1/3 als Ist-Position zu.
Prüfen Sie die Richtung in der Anlage. In KNX entspricht 0 % üblicherweise oben/offen und 100 % unten/geschlossen; eine abweichende Aktorparametrierung muss entsprechend berücksichtigt werden.
Testen Sie zuerst Auf, Ab und Stop, danach eine mittlere Zielposition. Vergleichen Sie den empfangenen Prozentwert im Statusmonitor.
15.6 Fensterkontakt als Statuswert · Gira Tasterschnittstelle 5194 00
Ziel: Offen/Geschlossen als reine Anzeige darstellen und in der gemischten Ansicht frei platzieren.
Funktion in der App
Beispiel-GA
DPT
Richtung
Kontaktstatus
5/1/0
1.019
Empfangen
Schließen Sie den potentialfreien Reedkontakt gemäß Herstellerunterlage an und parametrieren Sie den Eingang in ETS als Tür-/Fensterkontakt.
Verbinden Sie das Statusobjekt mit 5/1/0. Wenn Ihre Applikation statt DPT 1.019 einen allgemeinen 1-Bit-Status ausgibt, übernehmen Sie genau diesen DPT aus ETS.
Wählen Sie in der App Element hinzufügen → Messwert / Sensor, vergeben Sie den Namen „Fenster Büro“ und wählen Sie ein Fenstersymbol.
Fügen Sie über Weitere Funktion hinzufügen einen eigenen empfangenden Datenpunkt mit dem Titel Kontaktstatus, der Verwendung Status, der Wertart Binär und dem DPT 1.019 hinzu.
Prüfen Sie die Texte für aktiv und inaktiv sowie bei Bedarf die Invertierung, damit „Offen“ und „Geschlossen“ zum realen Kontakt passen.
Wählen Sie unter Darstellung in gemischter Ansicht wahlweise Liste oder Kachel. Für dieses Element wird kein Sendeobjekt benötigt.
15.7 Energiezähler und PV-Anlage · Zennio KES Plus
Ziel: Netzwerte, Verbrauch und Einspeisung als reine Messwerte in einer Energieübersicht darstellen.
Der Zennio KES Plus kann je nach ETS-Konfiguration ein- oder dreiphasige Netze auswerten. Neben Spannung, Strom und Netzfrequenz stehen unter anderem Wirkleistung, verbrauchte und erzeugte Energie sowie der Leistungsfaktor zur Verfügung. Dadurch lassen sich sowohl der Hausverbrauch als auch eine Einspeisung beziehungsweise ein separat erfasster PV-Abgang darstellen.
Legen Sie in ETS zuerst fest, ob der KES Plus ein dreiphasiges Netz oder getrennte einphasige Stromkreise misst. Parametrieren Sie die angeschlossenen Zennio-Stromwandler, die Messrichtung sowie die gewünschten Sendeintervalle.
Aktivieren Sie nur die benötigten Messobjekte. Wählen Sie für die Tabelle die Einheiten A, V, Hz, W und kWh. Andere in ETS gewählte Einheiten können einen anderen DPT erfordern.
Erstellen Sie in der App einen Raum oder Bereich wie Technik oder Energiezentrale. Fügen Sie anschließend ein Element Energiezähler hinzu.
Ordnen Sie die vom Assistenten angebotenen Standardwerte als empfangende Datenpunkte zu. Zusätzliche Phasenströme sowie ein zweiter Energie- oder Leistungswert werden über Weitere Funktion hinzufügen als eigene Messwerte mit dem jeweiligen DPT aus der Tabelle angelegt. Alternativ können Sie die Werte auf mehrere Elemente verteilen. Ein Sendeobjekt ist dafür nicht erforderlich.
Für eine übersichtliche PV-Darstellung können Sie zusätzlich ein Element PV-Anlage anlegen und dort die erzeugte Leistung sowie die erzeugte Energie eintragen. Verwenden Sie dafür entweder die globalen Erzeugungsobjekte oder einen separat vom KES Plus gemessenen PV-Stromkreis.
Prüfen Sie in ETS und im Live-Monitor das Vorzeichen der aktuellen Leistung. Beim KES Plus kennzeichnet ein positiver Wert Verbrauch und ein negativer Wert Erzeugung. Für getrennte positive Anzeigen verwenden Sie – sofern aktiviert – die eigenen Objekte für verbrauchte und erzeugte Leistung.
Wählen Sie als primären Kachelwert beispielsweise Aktuelle Wirkleistung. Weitere Werte erscheinen in der Detailansicht; besonders wichtige Werte können auch als einzelne Messwert-Elemente angelegt werden.
Hinweis zur PV-Anlage: Der KES Plus kommuniziert nicht direkt mit dem Wechselrichter. Er ermittelt elektrische Energieflüsse über seine Spannungsanschlüsse und Stromwandler. Die Einbaulage und Messrichtung entscheiden deshalb darüber, ob Hausverbrauch, PV-Erzeugung oder Netzbezug und Einspeisung erfasst werden.
15.8 Präsenzmelder und Raumwerte · STEINEL True Presence KNX
Ziel: Anwesenheit, Helligkeit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit eines Raums gemeinsam anzeigen.
Funktion in der App
Beispiel-GA
DPT
Richtung
True Presence
7/1/0
1.001
Empfangen
Präsenz
7/1/1
1.001
Empfangen
Helligkeit
7/1/2
9.004
Empfangen
Raumtemperatur
7/1/3
9.001
Empfangen
Relative Luftfeuchtigkeit
7/1/4
9.007
Empfangen
Aktivieren Sie in ETS die tatsächlich benötigten Ausgänge des Melders. Stellen Sie für die Messwerte eine sinnvolle zyklische Sendung oder eine Sendung bei Wertänderung ein.
Verknüpfen Sie True Presence, normale Präsenz, interne Helligkeit, gemessene Temperatur und Luftfeuchtigkeit mit den Gruppenadressen Ihres Projekts.
Wählen Sie in der App Element hinzufügen → Präsenzmelder und benennen Sie das Element beispielsweise „Raumklima Konferenzraum“ oder „Präsenz Büro“.
Ordnen Sie Präsenz, Helligkeit, Temperatur und Luftfeuchtigkeit den angebotenen Empfangsdatenpunkten zu. Soll sowohl True Presence als auch die normale Präsenz getrennt erscheinen, legen Sie den zweiten Binärwert über Weitere Funktion hinzufügen als eigenen Statuspunkt mit DPT 1.001 an.
Bestimmen Sie den wichtigsten Wert für die Kachel, beispielsweise Präsenz. Temperatur, Helligkeit und Luftfeuchtigkeit bleiben in der Detailansicht sichtbar oder können als eigene Elemente auf der Startseite angelegt werden.
Kontrollieren Sie im Statusmonitor, ob die Präsenzwerte nach der in ETS parametrierten Nachlaufzeit zurückgesetzt werden und ob die Messwerte mit den richtigen Einheiten ankommen.