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Bedienungsanleitung

KNX Control Hub

Stand: 12.10.2026

1. Einleitung

KNX Control Hub ist ein leistungsfähiges Werkzeug zur frei konfigurierbaren Bedienung und Visualisierung von KNX-Installationen auf iPhone und iPad. Etagen, Räume, Elemente, Szenen, Gruppenadressen und Datenpunkttypen können passend zur vorhandenen Anlage zusammengestellt werden. Damit lassen sich grundsätzlich sämtliche durch den unterstützten DPT-Katalog beschreibbaren Buszustände anzeigen und alle von der App codierbaren Werte senden.

Technischer Umfang: Der aktuelle Katalog umfasst 34 KNX-DPT-Hauptgruppen und 144 implementierte DPT-Untertypen. Damit stehen insgesamt 144 konkret auswählbare, codierbare und decodierbare Datenpunkttypen zur Verfügung. Zum vollständigen DPT-Katalog

Technisch setzt die App keine feste Obergrenze für Etagen, Gebäudeteile, Räume/Bereiche, Elemente oder Datenpunktzuordnungen. Innerhalb des 16-Bit-KNX-Gruppenadressraums können theoretisch bis zu 65.536 eindeutige Gruppenadressen von 0 bis 65.535 verwendet werden; dieselbe Adresse kann bei Bedarf mehreren Elementen oder Funktionen zugeordnet sein. Die kostenlose Version umfasst ein Projekt und bis zu drei steuerbare Elemente. Reine Status- und Messwertanzeigen werden dabei nicht als steuerbare Elemente gezählt. KNX Control Hub Pro hebt die Elementbegrenzung auf und schaltet Projektarchive mit Import und Export frei. Die praktisch sinnvoll nutzbare Projektgröße hängt vom Gerät, dem verfügbaren Speicher, der Zahl gleichzeitig aktualisierter Statuswerte und der Komplexität der Visualisierung ab.

Vorgefertigte Elementtypen vereinfachen typische Aufgaben wie Licht, Beschattung, Heizung, Lüftung, Zugang, Wetter, Energie und Messwerte. Der Expertenmodus erlaubt darüber hinaus freie Kombinationen von Sende- und Empfangsdatenpunkten, eigenen Bezeichnungen, Einheiten, Symbolen und Darstellungen.

Integriertes Support-Center für alle Nutzer: Fragen und Fehlermeldungen können direkt in der App gesendet und beantwortet werden, ohne ein externes E-Mail-Programm zu öffnen. Der Nachrichtenverlauf bleibt in der App sichtbar; optional lassen sich bis zu drei Bilder anhängen. Anfragen werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden beantwortet.
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2. Sicherheit und Voraussetzungen

Wichtig: KNX-Schreibtelegramme können reale Gebäudefunktionen auslösen. Verwenden Sie nur Gruppenadressen, Datenpunkttypen und Gateways, für die Sie berechtigt sind. Prüfen Sie sicherheitsrelevante Funktionen zunächst unter kontrollierten Bedingungen.

2.1 Voraussetzungen

  • iPhone oder iPad im selben erreichbaren IP-Netz wie das KNX/IP-Gateway
  • aktivierter lokaler Netzwerkzugriff für die App
  • KNXnet/IP-Gateway oder KNXnet/IP-Interface mit klassischem Tunneling-Zugang
  • IP-Adresse beziehungsweise Hostname und KNX-Port; Standard ist UDP-Port 3671
  • Kenntnis der verwendeten Gruppenadressen und DPTs

Ein ausschließlich für KNX IP Secure konfigurierter Zugang wird in der aktuellen Fassung nicht als Secure-Tunnel eingerichtet. Bei Problemen prüfen Sie die Gateway-Konfiguration und die zulässigen Tunneling-Verbindungen.

2.2 Herstellerunabhängigkeit

Entscheidend ist nicht die Marke des Aktors oder Sensors, sondern die standardkonforme KNX-Gruppenkommunikation. Geeignete KNXnet/IP-Gateways und Komponenten können beispielsweise von MDT, Gira, JUNG, ABB, Busch-Jaeger, Hager, Theben, Schneider Electric, Siemens oder Weinzierl stammen. Die Nennung dient nur als Beispiel; es besteht keine wirtschaftliche Verbindung oder Produktfreigabe durch diese Hersteller.

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3. Grundbegriffe

  • Projekt: Gesamte in der App gespeicherte Konfiguration.
  • Etage: Oberste räumliche Gliederung, zum Beispiel Erdgeschoss.
  • Raum/Bereich: Unterteilung einer Etage, zum Beispiel Wohnzimmer oder Außenbereich.
  • Element: Bedien- oder Anzeigeeinheit, etwa Leuchte, Rollo oder Temperatur.
  • Datenpunkt: Einzelne KNX-Funktion innerhalb eines Elements.
  • Gruppenadresse: Ziel oder Quelle eines KNX-Werts, zum Beispiel 1/2/14.
  • DPT/DPST: Datentyp und Untertyp, der Bedeutung und Codierung eines Werts festlegt.
  • Senden: Die App schreibt einen Wert auf den Bus.
  • Empfangen: Die App hört auf einen Status- oder Messwert vom Bus.
Merksatz: Ein Sende-Datenpunkt löst eine Funktion aus. Ein Empfangs-Datenpunkt zeigt die Rückmeldung des KNX-Geräts an. Für eine verlässliche Zustandsanzeige sollten Sie – sofern in ETS vorhanden – beide Objekte zuordnen.
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4. Verbindung mit dem KNX/IP-Gateway

4.1 Vorbereiten

Verbinden Sie das iPhone oder iPad mit einem Netzwerk, das das KNX/IP-Gateway erreichen kann. Öffnen Sie beim ersten Zugriff den iOS-Hinweis zum lokalen Netzwerk mit Erlauben. Halten Sie IP-Adresse oder Hostname, KNX-Port und – falls das Gateway mehrere Tunnel besitzt – einen freien Tunneling-Kanal bereit.

4.2 Gateway einrichten

  1. Öffnen Sie unten den Tab Status. Oben befindet sich die Verbindungskarte.
  2. Tippen Sie auf das Feld für die Gateway-Adresse und tragen Sie die lokale IP-Adresse oder den Hostnamen ein.
  3. Prüfen Sie den Port. Für KNXnet/IP-Tunneling wird normalerweise UDP-Port 3671 verwendet.
  4. Wenn die Adresse nicht bekannt ist, wählen Sie Gateway suchen. Wählen Sie anschließend ein gefundenes Gerät aus.
  5. Tippen Sie auf Verbindung testen. Die App prüft, ob das Ziel erreichbar ist und antwortet.
  6. Tippen Sie auf Verbinden, um den KNXnet/IP-Tunnel aufzubauen. Der Verbindungsstatus muss danach als verbunden erscheinen.
  7. Aktivieren Sie bei Bedarf Automatisch verbinden und wählen Sie Einstellungen speichern. Dieses Gateway wird dann für weitere Starts vorgemerkt.

4.3 Verbindung prüfen

Öffnen Sie den Live-Monitor im selben Tab und lösen Sie testweise einen bekannten KNX-Taster aus. Erscheint das Telegramm, funktioniert der Empfang. Senden Sie anschließend über ein ungefährliches Testelement einen Wert, um die Gegenrichtung zu prüfen.

Wenn keine Verbindung zustande kommt: Prüfen Sie WLAN, IP-Adresse, Port, VLAN- und Router-Freigaben, verfügbare Tunneling-Kanäle sowie die Gateway-Einstellung für KNXnet/IP-Tunneling. Ein aktiver Webzugriff auf das Gateway beweist nicht automatisch, dass der KNX-Tunnel verfügbar ist.
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5. Editor: Projektstruktur anlegen

Die sinnvolle Reihenfolge ist immer: zuerst Etagen, danach Räume/Bereiche und anschließend die Elemente. So stehen die Zielorte im Element-Assistenten bereits zur Auswahl.

5.1 Etage erstellen

  1. Öffnen Sie unten den Tab Editor und tippen Sie oben rechts auf +.
  2. Wählen Sie Etage hinzufügen.
  3. Vergeben Sie einen eindeutigen Namen, wählen Sie ein Symbol und optional eine Kachelfarbe.
  4. Speichern Sie. Die Etage erscheint als aufklappbarer Bereich im Editor.

5.2 Raum/Bereich erstellen

  1. Tippen Sie erneut auf + und wählen Sie Raum/Bereich hinzufügen.
  2. Ordnen Sie den Raum der passenden Etage zu.
  3. Wählen Sie Name, Raum-Symbol und optional eine Kachelfarbe.
  4. Speichern Sie. Klappen Sie die Etage auf, um den neuen Raum zu sehen.

5.3 Bearbeiten, kopieren, löschen und sortieren

  • Tippen Sie rechts am Eintrag auf das Drei-Punkte-Menü, um ihn zu bearbeiten, zu kopieren oder zu löschen.
  • Beim Kopieren eines Elements wählen Sie Ziel-Etage und Ziel-Raum und vergeben bei Bedarf einen neuen Namen.
  • Die Reihenfolge kann mit den Sortierfunktionen geändert werden. Wo der Ziehmodus angeboten wird, halten Sie das Element gedrückt und verschieben es; die übrigen Einträge rücken live nach.
  • Die im Editor festgelegte Reihenfolge gilt auch in der gemischten Raumansicht. Reine Statuswerte werden also nicht automatisch ans Ende verschoben.

Beim Speichern prüft die App Pflichtfelder und Namenskonflikte und nennt konkret, welche Eingabe fehlt oder bereits vorhanden ist.

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6. Elemente einrichten

6.1 Assistentenmodus

Öffnen Sie den Editor, tippen Sie auf + und wählen Sie Element hinzufügen. Der Assistent führt in sechs Schritten durch die Einrichtung:

  1. Ort: Etage und Raum/Bereich auswählen.
  2. Elementtyp: zum Beispiel Licht, Dimmer, Rollladen, Thermostat oder eigener Messwert. Abhängig vom Typ erscheinen passende Zusatzoptionen.
  3. Name und Symbol: verständlichen Namen vergeben, eines der vorgeschlagenen Symbole wählen oder über Weitere Symbole die vollständige Auswahl öffnen. Optional kann das Element als Favorit markiert werden.
  4. Funktionen und Datenpunkte: Sendeobjekte, optionale Bedienfunktionen und empfangene Statuswerte auswählen. Gruppenadresse und DPT müssen zu den ETS-Kommunikationsobjekten passen.
  5. Darstellung: Kachelfarbe, Akzent und Anzeigeoptionen festlegen.
  6. Zusammenfassung: Angaben kontrollieren und das Element hinzufügen.

Mit Zurück kann jeder Schritt erneut geöffnet werden. Abbrechen beendet die Einrichtung ohne Speichern. Nicht benötigte optionale Datenpunkte können entfernt werden und bleiben auch bei einer späteren Bearbeitung entfernt.

Bei Messwerten wird zuerst die Messart gewählt, etwa Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO₂, Luftgüte, Helligkeit, Druck, Wind, Leistung oder Energie. Eigener Messwert ermöglicht eine freie Bezeichnung und Einheit.

6.2 Expertenmodus

Im Expertenmodus werden alle Datenpunkte eines Elements direkt bearbeitet. Zu jedem Datenpunkt können unter anderem Richtung, Gruppenadresse, DPT-Hauptgruppe, DPT-Untertyp, Darstellungsart, Invertierung, Zustandstexte, Einheit, Skalierung und Offset angepasst werden. Passt ein gewählter DPT nicht zur Katalogempfehlung, warnt die App; die abweichende Zuordnung kann bewusst trotzdem gespeichert werden. Auch ein vorhandenes Element lässt sich später öffnen und vollständig nachbearbeiten.

6.3 Verfügbare Elementtypen

Die App enthält Vorlagen für Einzelbefehl, Licht, Dimmer, Tunable White, RGB, RGBW, Steckdose, Rollo, Rollladen, Jalousie, Markise, Klima, Thermostat, Lüftung, Lüfter, Türschloss, Tor, Garagentor, Präsenzsensor, Bewegungssensor, Wetterstation, Messwert/Sensor, Rauchmelder, Wasserleck, Leistungsmesser, Energiezähler, PV-Wechselrichter, Batteriespeicher, Wallbox und Szenenaufruf.

6.4 Senden und Empfangen

Bedienobjekte senden Telegramme. Statuswerte und Messwerte empfangen Telegramme. Ein Element darf mehrere Sende- und Empfangsobjekte kombinieren. Der primäre Anzeigewert bestimmt, welcher Status direkt in der Raumkachel erscheint. Gibt es bewusst kein Empfangsobjekt, zeigt die App den zuletzt selbst gesendeten Wert, ohne dauerhaft auf eine nicht mögliche Busantwort zu warten.

Wichtig bei Heizung und Beschattung: Ordnen Sie nur Kommunikationsobjekte zu, die in Ihrem ETS-Projekt tatsächlich aktiviert sind. Ein Aktor kann beispielsweise nur eine Sollwertverschiebung anbieten, obwohl eine andere Gerätekonfiguration auch einen absoluten Sollwert unterstützen würde.
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7. Typische Steuerungen

Die folgenden Zuordnungen sind typische Beispiele. Maßgeblich bleiben immer die DPTs und Kommunikationsobjekte Ihres ETS-Projekts; Gruppenadressen werden deshalb nicht vorgegeben.

Licht, Steckdose und Dimmer

Ein/Aus verwendet gewöhnlich einen 1-Bit-Sendebefehl. Ordnen Sie – falls vorhanden – zusätzlich den 1-Bit-Schaltstatus zu. Beim Dimmer können absolute Helligkeit in Prozent, Helligkeitsstatus und relatives Dimmen ergänzt werden. Die Detailansicht stellt den zum DPT passenden Schalter, Regler oder Werteingang bereit. Ohne Rückmeldeobjekt zeigt die App den zuletzt selbst gesendeten Zustand; mit Rückmeldeobjekt hat der aktuelle Buswert Vorrang.

RGB, RGBW und mehrkanalige Farben

Unterstützt werden kombinierte RGB-/RGBW-Objekte, HSV sowie einzeln adressierte Farbkanäle. Für einzelne Kanäle können Rolle und Reglerfarbe festgelegt werden. Farbrad oder rechteckige Farbauswahl zeigen den gewählten Punkt und eine Live-Farbvorschau. Werte werden erst mit Wert senden übertragen. Ohne zentrales Ein/Aus kann die App zum Ausschalten Nullwerte und zum Einschalten die letzten Farbwerte wiederherstellen.

Rollo, Rollladen, Jalousie und Markise

Ein langer Druck startet die Fahrt, ein kurzer Druck kann Stop/Schritt auslösen. Der separate Stop-/Schritt-Datenpunkt lässt sich mit Gruppenadresse, Wert und DPT bearbeiten; DPT 1.007 ist der Standard, DPT 3.008 wird ebenfalls unterstützt. Jalousien können zusätzlich einen Lamellenwert besitzen. Statuswerte wie Position, Fahrtstatus und Endlagen sind optional.

Heizung und Thermostat

Je nach KNX-Regler sind absoluter Sollwert, Sollwertverschiebung als Schritt, Zählwert oder Temperaturdifferenz, aktueller Sollwert, Isttemperatur, Betriebsart, Heizen/Kühlen und Stellgrad kombinierbar. Die Isttemperatur kann beispielsweise von einem KNX-Glastaster kommen, während der Heizungsaktor nur Sollwertverschiebung und Stellgrad liefert. Wählen Sie im Assistenten genau diese vorhandenen Objekte. In der Kachel können Istwert und ein gewählter zusätzlicher Status – beispielsweise Sollwert oder Stellgrad – kompakt untereinander erscheinen.

Einzelbefehl und Impulsbetrieb

Ein Einzelbefehl sendet bei jedem Tastendruck einen festgelegten Wert, zum Beispiel ein Bit, Prozent, Byte, Zahlenwert, Szene oder Text. Im Impulsbetrieb sendet die App zunächst den festgelegten 1-Bit-Wert und nach der eingestellten Zeit automatisch den Gegenwert. Das eignet sich etwa für Torimpulse oder Reset-Befehle.

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8. Hauptansicht und Direktbedienung

  1. Öffnen Sie Start und wählen Sie eine Etage.
  2. Wählen Sie den gewünschten Raum/Bereich.
  3. Bedienen Sie ein Element direkt über seine sichtbaren Schaltflächen oder tippen Sie auf den übrigen Kachelbereich, um die Detailansicht zu öffnen.

In den Einstellungen stehen Listenanzeige, Kachelansicht und Gemischt zur Verfügung. In der gemischten Ansicht erscheinen steuerbare Elemente als Kacheln und reine Statusanzeigen kompakter; die vom Benutzer festgelegte Reihenfolge bleibt erhalten.

Die Kachelansicht passt die Spaltenzahl an die verfügbare Breite an. Auf iPhone im Querformat und auf iPad werden deshalb mehr Kacheln nebeneinander angezeigt; unvollständige Reihen werden gleichmäßig ausgerichtet. Statuszeilen richten sich an derselben Inhaltsbreite aus. Lange Titel können bei unveränderter Kachelhöhe bis zu drei Zeilen belegen, werden nur zwischen Wörtern umgebrochen und erst danach mit Auslassungspunkten gekürzt.

Kurzer und langer Tastendruck

Einige Elemente können in der Direktbedienung zwei verschiedene Befehle über denselben Richtungsknopf auslösen. Das betrifft insbesondere Rollo, Rollladen, Jalousie und Markise, wenn neben dem Fahrdatenpunkt ein separater Stop-/Schritt-Datenpunkt eingerichtet ist:

  • Kurzer Tastendruck: sendet den konfigurierten Stop-/Schritt-Befehl. Damit kann eine laufende Fahrt angehalten oder – abhängig vom Aktor – ein Lamellen- beziehungsweise Schrittimpuls ausgelöst werden.
  • Langer Tastendruck: sendet nach Erreichen der Halteschwelle den Fahrbefehl für die gewählte Richtung. Eine dezente haptische Rückmeldung bestätigt das Auslösen.
  • Ohne Stop-/Schritt-Datenpunkt: Der kurze Tastendruck sendet keinen Ersatzbefehl; die Fahrt wird ausschließlich durch Gedrückthalten gestartet.

Gewöhnliche Schaltfunktionen wie Licht, Steckdose oder ein einzelner Torimpuls werden weiterhin mit einem normalen kurzen Tippen ausgelöst. Welche Kurz- und Langdruckfunktion verfügbar ist, richtet sich immer nach den im Element eingerichteten Sende-Datenpunkten.

Bedienknöpfe leuchten bei einer ausgelösten kurzen oder langen Betätigung einmal in ihrer jeweiligen Akzentfarbe auf und glimmen anschließend selbstständig weich ab. Die Rückmeldung ist in Listen-, Kachel- und Detailansicht einheitlich und zeigt bewusst nicht die vollständige Fahr- oder Schaltzeit an.

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9. Szenen

Szenen bündeln mehrere Sendeaktionen und optionale Wartezeiten zu einem Ablauf.

  1. Öffnen Sie Szenen und wählen Sie Szene hinzufügen.
  2. Vergeben Sie einen eindeutigen Szenennamen und bestimmen Sie, ob sie als Favorit erscheinen soll.
  3. Tippen Sie unter Schritt hinzufügen auf Aktion.
  4. Wählen Sie ein Element. Die Auswahl ist alphabetisch sortiert und zeigt Etage und Raum/Bereich klein zur Orientierung an.
  5. Wählen Sie den gewünschten Sende-Datenpunkt. Reine Empfangs- und Statusobjekte werden nicht als Aktion angeboten.
  6. Legen Sie den Wert fest. Die Eingabe passt sich dem DPT an, beispielsweise Ein/Aus, Prozent, 0–255, Zahl, Temperatur, Farbe oder Szene.
  7. Fügen Sie bei Bedarf über Verzögerung eine Wartezeit ein und ergänzen Sie weitere Aktionen.
  8. Prüfen Sie Reihenfolge und Werte, speichern Sie die Szene und testen Sie sie zunächst mit ungefährlichen Verbrauchern.

Eine Aktion kann auch ein Sperrobjekt ansprechen, sofern dieses als sendender Datenpunkt im Element eingerichtet ist. Ein eigener Szenenschritt „Sperrobjekt“ ist daher nicht erforderlich.

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10. Status und Live-Telegramme

Der Statusbereich enthält die Gateway-Verbindung und den Live-Monitor. Öffnen Sie Status, stellen Sie die Verbindung her und lassen Sie den Monitor laufen. Telegramme können pausiert oder aus der sichtbaren Liste entfernt werden.

  • Richtung: zeigt alle, gesendete oder empfangene Telegramme.
  • Raum/Bereich: beschränkt die Anzeige auf Gruppenadressen, die Elementen des gewählten Raums zugeordnet sind.
  • Pause: friert die sichtbare Diagnoseansicht ein.
  • Leeren: entfernt die aktuell angezeigten Monitor-Einträge, nicht jedoch Ihre Elemente oder Gruppenadressen.

Die KNX-Kommunikation und die Aktualisierung zugeordneter Statuswerte bleiben für die Bedienoberfläche aktiv. Die aufwendige Aufbereitung, Filterung und Animation der Live-Telegrammliste erfolgt jedoch nur, wenn die Statusseite sichtbar ist. Dadurch belastet der Monitor das Scrollen in anderen App-Bereichen nicht unnötig.

Ein Raumfilter berücksichtigt Telegramme, deren Gruppenadresse einem Datenpunkt des gewählten Raumes zugeordnet ist. Dieselbe Gruppenadresse kann deshalb mehreren sichtbaren Elementen zugeordnet sein.

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11. Darstellung, Sprache und Bedienung

Öffnen Sie Einstellungen. Änderungen an Sprache und Darstellung werden für die App gespeichert.

  • Sprache: 18 Sprachen; beim ersten Start wird die Gerätesprache erkannt, Fallback ist Englisch.
  • Einrichtungsmodus: Assistent für geführte Einrichtung oder Expertenmodus für direkte Datenpunktbearbeitung.
  • Raum-/Bereichsansicht: bestimmt, wie ein Raum geöffnet und bedient wird.
  • Anordnung: Liste, Kacheln oder gemischte Ansicht.
  • Design: Systemdarstellung sowie verfügbare helle, dunkle und farbige Designs.
  • Haptisches Feedback: dezente Bestätigung bei normalen Bedientasten ein- oder ausschalten; die Einstellung ist standardmäßig aktiv.
  • Symbole und Farben: werden am jeweiligen Element, Raum oder an der Etage festgelegt.

Unter Hilfe und Support befinden sich das integrierte Support-Center und der Zugang zu KNX Control Hub Pro.

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12. Projektverwaltung

12.1 Projekt öffnen und benennen

  1. Öffnen Sie in den Einstellungen die Projektverwaltung.
  2. Wählen Sie das vorhandene Projekt oder legen Sie – mit Pro-Freischaltung – ein weiteres an.
  3. Öffnen Sie die Projektbearbeitung, um den Projektnamen zu ändern. Der Name wird einzeilig gespeichert.
  4. Aktivieren Sie das Projekt, mit dem Sie arbeiten möchten. Startansicht, Editor, Szenen und Datenpunkte beziehen sich immer auf das aktive Projekt.

12.2 Export und Import

Mit KNX Control Hub Pro können Projektarchive exportiert und wieder importiert werden. Prüfen Sie nach einem Import zunächst Gateway, Gruppenadressen und DPTs, bevor Sie Schreibbefehle senden. Ein Export kann sensible Gebäude-, Netzwerk- und Adressinformationen enthalten und sollte geschützt aufbewahrt werden.

12.3 Kostenlose Version und Pro

Die kostenlose Version speichert ein Projekt und erlaubt bis zu drei steuerbare Elemente. Beim Versuch, ein viertes steuerbares Element anzulegen, erscheint vor dem Assistenten ein Hinweis mit der Möglichkeit, Pro zu erwerben oder abzubrechen. Status- und reine Messwertanzeigen bleiben von dieser Zählung unberührt. Pro schaltet technisch unbegrenzt viele steuerbare Elemente sowie Projektarchive mit Import und Export frei. Der Kauf ist einmalig; der regionale Preis wird direkt vom App Store geliefert. Bereits erworbene Käufe können in der Kaufansicht wiederhergestellt werden.

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13. Support und Fehlersuche

13.1 Support-Anfrage direkt in der App senden

  1. Öffnen Sie Einstellungen → Hilfe und Support.
  2. Öffnen Sie das Support-Center und tragen Sie die für eine Rückfrage benötigten Angaben sowie Betreff und Nachricht ein.
  3. Fügen Sie optional bis zu drei Bilder mit höchstens 5 MB pro Bild hinzu. Vor dem Senden können die Vorschaubilder geprüft oder wieder entfernt werden.
  4. Entscheiden Sie, ob die angezeigten technischen App- und Geräteinformationen mitgesendet werden sollen.
  5. Tippen Sie auf Senden. Während der Übertragung erscheint eine Fortschrittsanzeige und weitere Eingaben sind kurz gesperrt.
  6. Nach erfolgreicher Übertragung erhalten Sie eine Bestätigung mit eindeutiger Ticketnummer. Der Verlauf erscheint oberhalb des Formulars.
  7. Antworten des Supports werden im Verlauf gespeichert. Wenn Mitteilungen erlaubt sind, kann zusätzlich eine Push-Mitteilung auf die neue Antwort hinweisen und direkt zum Supportbereich führen.

Der Nutzer kann einen eigenen Supportverlauf nach Sicherheitsabfrage aus seiner App entfernen. Der Server kennzeichnet diesen Vorgang für die Bearbeitung; ein neuer Beitrag zu demselben Fall macht das Ticket für den Support wieder sichtbar.

13.2 Häufige Fehler prüfen

  • Keine Verbindung: WLAN, IP-Adresse, Port, Tunneling-Freigabe und freie Gateway-Kanäle prüfen.
  • Keine Rückmeldung: Empfangsgruppenadresse, DPT, Kommunikations-/Lese-/Übertragungsflags und Aktorkonfiguration prüfen.
  • Falscher Wert: DPT-Untertyp, Skalierung, Offset und Invertierung prüfen.
  • Raumfilter leer: prüfen, ob die Telegrammadresse einem Datenpunkt des Raums/Bereichs zugeordnet ist.
  • Schreibbefehl ohne Wirkung: Gruppenadresse, DPT, Wert, Aktorobjekt und Busverbindung vergleichen.

Support erreichen Sie direkt über die App oder über die Supportseite. Der Dienst steht allen Nutzern zur Verfügung; eine Pro-Freischaltung ist nicht erforderlich. Antworten erfolgen in der Regel innerhalb von 24 Stunden.

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14. Unterstützter DPT-Katalog

Die folgende Liste entspricht dem aktuell in der App hinterlegten Katalog. „Senden“ ist möglich, wenn der Encoder des jeweiligen DPT verwendet wird; empfangene Werte werden mit dem zugehörigen Decoder interpretiert. Im Expertenmodus können diese Untertypen frei zugeordnet werden.

DPT 1–4 · Bitwerte, Steuerung und Zeichen
DPTBedeutung
1.001Schalten
1.002Bool
1.003Freigeben/Sperren
1.004Rampe
1.005Alarm
1.006Binärwert
1.007Schritt
1.008Auf/Ab
1.009Öffnen/Schließen
1.010Start/Stopp
1.011Status
1.012Invertieren
1.013Dimm-Sendeart
1.014Eingangsquelle
1.015Reset
1.016Bestätigung
1.017Trigger
1.018Belegung/Präsenz
1.019Fenster/Tür
1.021Logische Funktion
1.022Szene A/B
1.023Rollladen-/Jalousiemodus
1.024Tag/Nacht
1.100Heizen/Kühlen
2.001Schalten mit Steuerbit
2.002Bool mit Steuerbit
2.003Freigabe mit Steuerbit
3.007Relatives Dimmen, 4 Bit
3.008Jalousiesteuerung, 4 Bit
4.001ASCII-Zeichen
4.002ISO-8859-1-Zeichen
DPT 5–8 · 1- und 2-Byte-Zahlen
DPTBedeutung
5.001Skalierung 0–100 %
5.003Winkel
5.004Prozentwert als U8
5.005Dezimalfaktor
5.006Tarif
5.010Zählimpulse
6.001Vorzeichenbehafteter Prozentwert
6.010Vorzeichenbehafteter 8-Bit-Zähler
6.020Statusmodus 3
7.00116-Bit-Zähler ohne Vorzeichen
7.002Zeit in ms
7.003Zeit in 10 ms
7.004Zeit in 100 ms
7.005Zeit in Sekunden
7.006Zeit in Minuten
7.007Zeit in Stunden
7.011Länge in mm
7.013Helligkeit in lx
7.600Absolute Farbtemperatur
8.00116-Bit-Zähler mit Vorzeichen
8.002Zeitdifferenz in ms
8.003Zeitdifferenz in 10 ms
8.004Zeitdifferenz in 100 ms
8.005Zeitdifferenz in Sekunden
8.006Zeitdifferenz in Minuten
8.007Zeitdifferenz in Stunden
8.01016-Bit-Prozentwert mit Vorzeichen
8.011Drehwinkel
8.012Länge in m
DPT 9 · 2-Byte-Gleitkommawerte
DPTBedeutung
9.001Temperatur °C
9.002Temperaturdifferenz K
9.003Temperaturgradient K/h
9.004Beleuchtungsstärke lx
9.005Windgeschwindigkeit m/s
9.006Druck Pa
9.007Luftfeuchtigkeit %
9.008Luftqualität ppm
9.009Luftvolumenstrom m³/h
9.010Zeit s
9.020Spannung mV
9.021Strom mA
9.022Leistungsdichte W/m²
9.024Leistung kW
9.025Volumenstrom l/h
9.026Regenmenge l/m²
9.027Temperatur °F
9.028Windgeschwindigkeit km/h
9.029Absolute Luftfeuchtigkeit g/m³
9.030Massenkonzentration µg/m³
DPT 10–19 · Zeit, Datum, Zahlen, Text und Szenen
DPTBedeutung
10.001Uhrzeit
11.001Datum
12.00132-Bit-Zähler ohne Vorzeichen
12.1200Flüssigkeitsvolumen in Litern
12.1201Volumen in m³
13.00132-Bit-Zähler mit Vorzeichen
13.010Wirkenergie Wh
13.011Scheinenergie VAh
13.012Blindenergie VARh
13.013Wirkenergie kWh
13.014Scheinenergie kVAh
13.015Blindenergie kVARh
13.016Wirkenergie MWh
14.019Elektrischer Strom A
14.027Elektrisches Potential V
14.028Potentialdifferenz V
14.033Frequenz Hz
14.056Leistung W
14.057Leistungsfaktor
14.058Druck Pa
14.060Widerstand Ω
14.065Geschwindigkeit m/s
14.068Temperatur °C
14.069Absolute Temperatur K
14.070Temperaturdifferenz K
14.076Volumen m³
14.077Volumenstrom m³/s
14.080Scheinleistung
16.000ASCII-Text, 14 Zeichen
16.001ISO-8859-1-Text, 14 Zeichen
17.001Szenennummer 1–64
18.001Szenensteuerung
19.001Datum und Uhrzeit
DPT 20–29 · Betriebsarten, Status, Aktionen und Energie
DPTBedeutung
20.100Brennstoffart
20.101Brennertyp
20.102HVAC-Betriebsart
20.103Warmwasser-Betriebsart
20.105HVAC-Regelungsart
20.106HVAC-Notbetrieb
20.111Lüftermodus
20.603Blinkmodus
21.001Allgemeiner Status
21.002Gerätesteuerung
22.100Warmwasserregler-Status
22.101RHCC-Status
22.103Kombinierter Raumtemperaturregler-Status
22.107Kombinierter Raumtemperatursensor-Modusstatus
23.001Ein-/Aus-Aktion
23.002Alarmreaktion
23.003Auf-/Ab-Aktion
24.001Variabler Text
28.001Variabler UTF-8-Text
29.01064-Bit-Wirkenergie
29.01164-Bit-Scheinenergie
29.01264-Bit-Blindenergie
DPT 232–254 · Farbe, DALI und Lichtsteuerung
DPTBedeutung
232.600RGB-Farbe
237.600DALI-Betriebsgerät-Diagnose
242.600CIE-xyY-Farbe mit Helligkeit
243.600CIE-xyY-Farbübergang mit Helligkeit
249.600Helligkeits- und Farbtemperaturübergang
250.600Helligkeits- und Farbtemperatursteuerung
251.600RGBW-Farbe
252.600Relative RGBW-Steuerung
254.600Relative RGB-Steuerung
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15. Praxisbeispiele

Praxisbeispiele folgen in Kürze.
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